FAQ

1. Was ist die Geistlehre?

Die Geistlehre lehrt die Vergeistigung des Menschen und wird auch "Spiritualismus" genannt. Bei seiner Wiederkunft hat Jesus Christus in der Zeit von 1884 bis 1950 in Mexiko in der Wolke, d.h. von geist zu Geist an von ihm zugerüstete Stimmträger die göttliche Essenz übermittelt, die Lehren des Heiligen Geistes für die Trinitarisch-Marianische Epoche des Heiligen Geistes, die 1866 in Mexiko mit der Weihe von Roche Rojas (Elias) eingeläutet worden ist. Auf Anordnung Christi wurde das "Gehörte" in Trance gesprochen und stenografisch mitgeschrieben und in 12 Bänden - den Libro de la Vida Verdadera - den 12 Bänden "Buch des Wahren Lebens" aufgeschrieben und veröffentlicht. Daraus hat ein Deutscher, Herr Traugott Göltenboth, der bei den Übersetzungen dabeigewesen ist bei Herrn Walter Maier, welcher auch in Mexiko anwesend war und vom Herrn den Auftrag erhielt, die Bücher ins Deutsche zu übersetzen, ein Kompendium zusammengestellt, eine Zusammenfassung, welche Das Dritte Testament genannt wurde. Es ist eine Hinterlassenschaft für die gesamte Menschheit mit dem Ziel, sich zu vergeistigen, d. h. mit Gott selbst von Geist zu Geist zu kommunizieren und ihn als den einzigen Führer im Leben anzunehmen; dies wird durch das Gewissen ermöglicht, welches die göttliche Stimme im Geiste des Menschen ist, welches den Geist lenken und die Seele führen soll. Irdische Führer sind dann nicht mehr nötig und auch die Geistgeschwister kommunizieren dann über Entfernungen von Geist zu Geist miteinander. Um dies zu erreichen, genügt es, die 12 Bände des Buch des Wahren Lebens sowie Das Dritte Testament zu studieren und zu verinnerlichen. Später braucht man dann die Bücher nicht mehr, weil alles beim Studieren in den Geist geschrieben wird.

2. Welches sind die drei Offenbarungszeiten?

Es gibt drei Offenbarungszeiten, in denen sich Gott den Menschen offenbart hat.

In der Ersten Zeit (Ära Jehova) sah Gott, daß die Menschen sich auf ihrem Weg verirrt haben und daher sandte er Mose, um ihnen durch diesen Mittler seine Gesetze zu verkünden und sie wieder auf den richtigen Weg und zu Gott zurückzuführen.

In der Zweiten Zeit (Ära Jesus Christus) sandte Gott den Menschen, die sich weiter von der Wahrheit und vom Weg zur Vervollkommnung entfernt hatten, seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, damit er den Menschen den Weg der Liebe und der Barmherzigkeit vorlebe und sie wieder auf den rechten Weg führe. Jesus versprach den Menschen von damals, wiederzukommen, denn sie könnten jetzt noch nicht die ganze Wahrheit begreifen.

Etwa 1.800 Jahre später kam Gott als Christus Jesus im Geiste und läutete die Dritte Zeit (die Trinitarisch-Marianische-Epoche des Heiligen Geistes) ein, die Epoche des Heiligen Geistes. Er salbte einen Mann namens Roche Rojas (Elias) am 1.9.1866 und gebot ihm, Versammlungsstätten zu gründen. Gott bereitete Stimmträger vor, die er als Sprachrohre nutzen wollte und Christus begann 1884 mit seinen Offenbarungen von Geist zu Geist.

Damiana Oviedo war die erste Stimmträgerin, die das göttliche Wort empfing, weil sie sich am besten vorbereitet hatte. Der Herr ließ seinen Geist auf ihrem Geist ruhen und die Stimmträgerin begann in Trance zu den Anwesenden Zuhörern zu sprechen.

Dies geschah jeden Sonntag bis 1950. In den Jahren 1948 - 1950 wurde alles Gehörte mit stenografiert und in Büchern zusammengetragen. Die 12 Bände Libro de la Vida Verdadera (Buch des Wahren Lebens) wurden in Mexiko von Anna Maria von Jesus publiziert und registriert. Sie starb 1949. Danach behielt sie, d. h. ihre Erben, das Urheberrecht noch 70 Jahre nach ihrem Tod, d. h. bis 2019.

Nun werden die Bücher in Deutschland auf Anordnung von Jesus Christus an Anna Maria Hosta in 2026 erneut zertifiziert und bei der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) registriert. 

Zitat aus dem Buch des Wahren Lebens - Band I:

 Die drei Zeiten

Erste Zeit.

Am Anfang der Ersten Zeit konnte Gott noch mit Seinen Kindern durch manche Auserwählte geistig verkehren. Sie hörten Seine geistige Stimme, die sie leitete. Doch als diese Verbindung verlorenging infolge des zunehmenden Materialismus Seiner Kinder, suchte Gott einen Vermittler. Er rüstete einen Mann zu, durch den Er sich Seinem Volk mitteilen konnte. Moses war das ausgesuchte Werkzeug, durch das Er die Zehn Gebote bekanntgab, die zuerst dem Volk Israel und später der ganzen Welt die Richtlinien für das Leben geben sollten. Moses symbolisiert mit den Zehn Geboten und den ausführlichen Anordnungen die "Erste Zeit", in der sich Gott Seinen Kindern als der Schöpfer, der alleinige Gott, in Seiner unerbittlichen Gerechtigkeit offenbarte (Gott Vater der Dreieinigkeit).

Zweite Zeit.

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen "Eingeborenen Sohn". Gottes Geist wurde Mensch in Jesus und wohnte unter den Menschen. In Seinen Lehren offenbarte Er die Göttliche Liebe, und mit Seinem Leben und Seinem Opfertod gab Er den Menschen das vollkommene Vorbild; darum war Er der Göttliche Meister, der die Zehn Gebote der Ersten Zeit erfüllte durch die Liebe, die ihren höchsten Ausdruck am Kreuz fand, als Er sich für die Menschheit opferte. Jesus symbolisiert die "Zweite Zeit" (Gott Sohn der Dreieinigkeit).

Dritte Zeit.

Jesus konnte während Seiner Erdenzeit nicht alles offenbaren, weil die Menschheit noch nicht reif dafür war. Er kündigte aber an, dass der Vater den Tröster, den Heiligen Geist senden werde. Diese Dritte Zeit wurde eingeleitet durch Elias, dessen Geist ein von Gott bestimmtes Werkzeug erleuchtete. Es war ein einfacher Mann mit Namen Roque Rojas; er war ähnlich Johannes dem Täufer der Wegbereiter, damit sich Gottes Heiliger Geist, der Geist der Wahrheit, unter den Menschen offenbaren konnte.

Im Jahre 1866 verkündigte der Geist Elias' durch seinen Wortvermittler: "Ich bin Elias, der Prophet der Ersten Zeit, jener der Verklärung auf dem Berge Tabor; bereitet euch zu..." Diejenigen Zuhörer, welche die Gabe der geistigen Schau hatten, sahen damals Jesus, Moses und Elias so, wie die Jünger bei der Verklärung Jesu auf dem Berge Tabor es erlebten. Dies ist die Bestätigung für die drei großen Zeitepochen und dafür, dass Elias die "Dritte Zeit" symbolisiert, in der der Geist der Wahrheit sich mitteilt, oder: die Wiederkunft Christi im Geiste (Gott Heiliger Geist d Dreieinigkeit).

Gott übergibt Seine Offenbarungen in vollkommener Reihen-

folge: Die Lehre der Liebe wurde uns durch Jesus gegeben (Zweite Zeit), nachdem wir schon ausreichende Kenntnisse der Gerechtigkeit Gottes hatten (Erste Zeit). Und so werden wir die Lehre der Wahrheit und der Weisheit in dem Maße in uns aufnehmen können (Dritte Zeit), wie wir die Lehren der Liebe erfüllen.

3. Was ist das Dritte Testament?

Das Dritte Testament ist ein Kompendium aus den 12 Bänden: Das Buch des Wahren Lebens. Es berichtigt nicht nur Verfälschungen der Lehre von Jesus Christus und der Bibel, sondern es ist auch eine Weiterführung der göttlichen Lehren mit dem Ziel, dass die Menschheit nun nur noch eine einzige Lehre, einen einzigen Meister und ein einziges Ziel habe, die Vergeistigung und die Rückkehr zum Vater aller, dem Herrn und Schöpfer von allem was ist.

4.  Was ist das Buch des Wahren Lebens?

Das Buch des Wahren Lebens ist eine Sammlung der göttlichen Offenbarungen 1884 – 1950 in Mexiko, die von Jesus Christus geistig durch Zungenrede über Stimmträger übermittelt wurden und besteht aus 366 Unterweisungen, die in 12 Bänden gesammelt wurden. Jede Unterweisung ist eine in sich abgeschlossene göttliche Lehre, die der Mensch studieren und dabei lernen soll, sich zu vergeistigen. Es ist die Wissenschaft von der Vergeistigung und man hat diese Lehre Spiritualismus (Geistlehre) genannt.

5. Welche sind die 7 Siegel?

Zitat aus dem Buch des Wahren Lebens - Band I: 

Die sieben Siegel

Das aus der Johannesoffenbarung bekannte "Buch des Lebens" mit den Sieben Siegeln enthält die Geschichte der Menschheit, wie sie von Gott vorausgesehen wurde. Es ist in sieben große Kapitel unterteilt, die alle ein besonderes Siegel haben. Diese Siegel wurden von Christus gelöst, damit das in dem jeweiligen Kapitel des Lebensbuches enthaltene Licht, der Wille und Erziehungsplan Gottes, sich in der Menschenwelt auswirken und verwirklichen konnte. Dabei wird die Hauptlehre der betreffenden geistigen Entwicklungsstufe der Menschheit in einem symbolischen Geschehen von einem Auserwählten Gottes versinnbildlicht, als Leit- und Vorbild dieser Epoche und aller späteren Zeiten. — Seit dem Beginn der Dritten Zeit ist das "Buch des Lebens" beim Sechsten Siegel aufgeschlagen.

Das Erste Siegel: Das Opfer

Hierzu sagt uns der Herr in Seinem neuen Wort: "Die erste dieser geistigen Entwicklungsetappen in der Welt wird durch Abel versinnbildlicht, den ersten Diener des Vaters, der Gott sein Sühneopfer darbrachte. Er ist das Symbol des Opfers. Der Neid erhob sich gegen ihn." (U. 161, 54)

Aus dem 1. Buch Moses, Kapitel 4, wissen wir, dass Kain und Abel Gott ihr Brandopfer darbrachten. Das von Abel sah Gott gnädig an, denn es wurde mit unschuldigem und reinem Herzen gegeben. Aber das von Kain wies Gott zurück, weil Kain nicht reinen Herzens war. Dies ergrimmte Kain sehr, und aus Neid und Hass tötete er seinen Bruder Abel. Der tiefe Sinn dieser biblischen Erzählung liegt jedoch darin, dass Abel — außer seinem materiellen Brandopfer — Gott auch das geistige Opfer seiner irdischmenschlichen Leidenschaften gebracht hatte. Darum war sein Herz unschuldig und rein. Diese Läuterung seines Wesens ist somit das eigentliche Symbol des Opfers. Zusammenfassend können wir sagen: Das Erste Siegel bedeutet, dass wir unsere sündigen Leidenschaften opfern sollen, damit der Geist den Körper beherrscht und wir dadurch erreichen, dass wir die geistige Verbindung mit unserem Himmlischen Vater erlangen.

Das Zweite Siegel: Der Glaube

Es ist symbolisiert durch Noah. Die Menschen beherzigten nicht die Lehre des Ersten Siegels, sondern in Missbrauch ihres freien Willens ließen sie sich von den bösen Leidenschaften des Materialismus beherrschen. ln 1. Moses 6, 3 ff lesen wir: "Da sprach der Herr: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundert und zwanzig Jahre. . . Da aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar.. . sprach er: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde. . . Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn. . . Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und führte ein göttliches Leben zu seinen Zeiten. . . "

Die Menschen verachteten Gottes Warnung und glaubten nicht der ihnen gesetzten Frist für ihre Besserung. Nur einer glaubte: Noah. Ihn erkor der Herr zu Seinem Werkzeug, um nach der Sintflut mit einer neuen Menschheit nochmals zu beginnen. — Es bedurfte eines starken Glaubens, um alle Anordnungen Gottes auszuführen, die auch damals ganz außergewöhnlich waren und über die deshalb die Menschen lachten. Aber Noah vertraute Seinem Gott und handelte, wie ihm befohlen war. Der Glaube war für Noah nicht nur wörtlich, sondern auch geistig die rettende Arche, und bis heute ist der Glaube für jeden Gläubigen eine rettende Macht. Auch ist es kein Zufall, dass Abraham, der andere große Glaubensheld, gerade in der Zeit des Zweiten Siegels lebte.

Das Dritte Siegel: Die geistige Stärke

Es ist symbolisiert durch Jakob. Gott gab Jakob den geistigen Namen "Israel", was "stark' bedeutet. Jakob oder Israel begegnete in seinem Leben vielen Widerwärtigkeiten und Gefahren — mit denen Gott ihn prüfte — die er aber überwinden konnte durch die geistige Kraft, die in ihm war. Er wurde für die Menschen zum Symbol der geistigen Stärke, die wir erlangen müssen, um mit Geduld und Ergebung die Prüfungen ertragen zu können, die Gott uns sendet. Dank der erwähnten geistigen Eigenschaft erkor ihn Gott zum Stammvater des Volkes Israel, indem aus seinen 12 Söhnen die 12 Stämme hervorgingen. Auch konnte Jehova durch ihn eine große geistige Offenbarung kundtun.

Aus dem Alten Testament kennen wir die Erzählung, die unter der Bezeichnung "Himmelsleiter" bekannt ist (1. Moses 28, 10 ff): Jakob sah in einem Traum eine Leiter, die auf der Erde stand und bis in den Himmel ragte, und die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Am oberen Ende der Leiter stand der Herr. In symbolhafter Bildsprache zeigte Gott damit die Entwicklung der Seele. Unsere Seele muss reifer und reiner werden, um Stufe um Stufe aufzusteigen. Dabei können wir ermessen, dass es unserer Seele in einem einzigen Menschenleben, sozusagen auf den ersten Anhieb, nicht möglich ist, die Reinheit zu erlangen, die notwendig ist, die Leiter emporzusteigen, bis wir bei Gott sind. Es bedarf vieler Anläufe, vieler Inkarnationen, um jedes Mal eine Stufe höher zu kommen, entsprechend der Reife, die unsere Seele erlangt hat. Dabei ermahnt uns der Herr, auf der Leiter nicht stehen zu bleiben, d. h. in unserer seelischen Entwicklung ständig fortzuschreiten, da wir sonst die nach uns Kommenden in ihrer seelischen Entwicklung behindern. — Die auf der Leiter niedersteigenden Engel Gottes sind die fortgeschrittenen Lichtgeister, die der Herr herabsendet, um den aufsteigenden behilflich zu sein. Auch hier kommt wieder zum Ausdruck, dass Gott uns auf dem Heimweg zu Ihm nicht allein lässt, sondern uns Seine Hilfe anbietet.

Der Weg, um die Eigenschaft des Dritten Siegels zu erreichen, ist die Beachtung der Lehren der beiden vorhergehenden: Erst durch die Opferung der niederen Leidenschaften und durch unverrückbaren Glauben kann Gott den in uns lebenden Geistfunken zu einer großen Stärke werden lassen.

Das Vierte Siegel Das Gesetz

Es ist symbolisiert durch Moses. Ihn hat Gott auserlesen, um das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien, und durch ihn hat Er dem Volk die Zehn Gebote gegeben und viele Anordnungen, die den Menschen Gottes Willen kundtaten. Die Zehn Gebote wurden zur Grundlage aller menschlichen Gesetze, und wenn sie treu befolgt worden wären, hätte die Menschheit den guten Weg eingeschlagen: den der wahren Gottesverehrung, der Gerechtigkeit, der Ordnung und der Achtung des Nächsten. Aber die Nichtbeachtung des göttlichen Gesetzes, d. h. der Ungehorsam der Menschen gegenüber Gottes Willen, hat die Menschheit an den Rand des Abgrunds gebracht.

Das Fünfte Siegel: Die Liebe

Es wird vertreten durch Jesus. In Ihm wurde Gott Mensch aus Liebe zu uns. Sein Leben war ein vollkommenes Vorbild, und seine Lehre eine einzige Verherrlichung der Liebe, die ihre höchste Erfüllung fand, als Er für uns Sein Leben gab. Darum konnte Er Seine Unterweisungen zusammenfassen in die Worte: "Ein neu Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebet, wie Ich euch geliebt habe, auf dass auch ihr einander liebhabt" (Joh. 13, 34). Und in der Tat, in diesem Neugebot der Liebe ist das gesamte Gesetz enthalten. Seine Befolgung bis zur letzten Konsequenz wird das geistige Gottesreich auf diese Erde bringen. Im Jenseits ist dies schon der Fall, weil die Liebe Voraussetzung und Grundlage des Geistigen Reiches ist.

Das Sechste Siegel: Die Weisheit

Das Sechste Siegel ist — als Auftakt und Vorbereitungsstufe der Dritten Zeit — durch Elias versinnbildlicht, den Propheten und großen Streiter im Alten Testament, der nach Beendigung seiner Mission in einem "Feurigen Wagen" gen Himmel fuhr (2. Kön. 2,11). Mit dieser bildhaften Darstellung wird uns gezeigt, dass der Geist Elias' der lichtvolle Kämpfer Gottes ist. Dieser cherubinische Geist war nach dem Zeugnis Jesu auch in Johannes dem Täufer inkarniert (Matth. 11, 7-14), der die Herzen vorbereitete, damit Jesus Seine Lehre in sie legen konnte. Er ebnete auch in unserer Zeit die Wege des Herrn bei Dessen geistiger Wiederkunft und vermittelt als machtvoller Engelsfürst allen Geistern und Welten das Licht des Heiligen Geistes, der Göttlichen Weisheit, das dem geöffneten Sechsten Siegel oder Kapitel des Lebensbuches entströmt, dessen Lehren und Offenbarungen der Herr Selbst bis zum Jahre 1950 durch auserwählte Werkzeuge kundtat. Doch damit war die Zeit des Sechsten Siegels nicht beendet. Das Licht des Sechsten Siegels bestrahlt weiterhin die Menschheit, bis diese die Offenbarungen Christi in Seiner Wiederkunft anerkannt und sich vergeistigt hat. Die zur gleichen Zeit eintretenden Heimsuchungen werden diese Entwicklung unterstützen, damit die Seelen die Wahrheit und Weisheit Gottes empfangen können. Auf diese Weise wird die Menschheit für das Siebte Siegel vorbereitet.

Das Siebte Siegel: Die Vollendung

Mit dem Siebten Siegel wird das Werk der Erlösung vollendet, so wie am siebten Tag — bildhaft gesprochen — die Schöpfung beendet war. Der Geist hat den langen und leidvollen Weg zurückgelegt und steht wieder mit seinem Vater in engster Verbindung von Geist zu Geist. Der ungehorsame Sohn kehrt heim ins Vaterhaus, er hat sich selbst und die Welt überwunden. — Das Symbol des Siebten Siegels ist der Himmlische Vater Selbst, der das endlich erreichte Ziel dieses schweren Entwicklungs- und Läuterungsweges der Seelen sein wird. Noch ist das Siebte Siegel nicht geöffnet. Vielleicht ist es dem einen oder anderen Geist jetzt schon vergönnt, dank seiner seelischen Reife eine kleine Vorahnung von dem zu erleben, was das Siebte Siegel bringen wird. Doch für das gesamte Volk Gottes und für die Menschheit werden noch Generationen kommen und gehen müssen, werden noch viele Jahre der Prüfungen hereinbrechen, werden noch viele Tränen die Herzen läutern müssen, bis für alle die größte Zeit gekommen sein wird: die Zeit der beständigen Gemeinschaft mit dem Vater.

6. Wer ist das Volk "Israel" 

Das Volk Israel


     In den Unterweisungen spricht der Herr oft vom "Volk Israel", "Mein Volk" oder einfach "Volk". Damit ist keineswegs die mexikanische Nation gemeint, in deren Mitte die Kundgebungen geschahen. Ist etwa der Staat Israel gemeint? — Nein. — Um Irrtümer zu vermeiden, sei hier eine kurze Erläuterung über die Herkunft des Namens "Israel", und wer in den Offenbarungen mit "Volk Israel" angesprochen ist, gegeben.as Volk Israel 

Der Bibelkundige kennt die Erzählung im Alten Testament, derzufolge Jakob während einer schwierigen Lebenslage in der Nacht mit einem "Manne" rang, bis die Morgenröte anbrach. "Der Mann" konnte ihn nicht überwältigen und sagte schließlich: "Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist oblegen." Und Gott erneuerte gegenüber Jakob Sein Versprechen: "Dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden," — Israel ist ein geistiger Name und bedeutet "stark". Es sollte eine starke, geistige Gemeinschaft werden, die das ganze Volk umfasst, ein zahlreiches, starkes Volk Israel. Und Gott gab dem Volk das Verheißene Land, um darin in Frieden leben und die geistige Verbindung mit Ihm vertiefen zu können. Jedoch war daran die Bedingung geknüpft, gemäß des mit Gott geschlossenen Paktes, dass es die wahre Verehrung des einzigen Gottes und die Wahrheit Seiner Lehre allen Völkern der Erde kundtun, also ein Priestervolk sein sollte.

Das Alte Testament berichtet anschaulich über die Entwicklung des Volkes Israel im Laufe der Jahrhunderte. Bald wurde innerhalb desselben eine Spaltung sichtbar: auf der einen Seite das kleine Häuflein, das wir das Geistige Israel nennen wollen, weil es den geistigen Kontakt mit Gott aufrechterhielt und aus deren Mitte die weisen Führer des Volkes und die großen Propheten hervorgingen.

Auf der anderen Seite die Mehrheit, die wir als das materialistische Israel bezeichnen wollen, weil es die göttlichen Segnungen an großer Klugheit, Beharrlichkeit und Tatkraft ausschließlich dazu verwendete, um Macht und Reichtum zu erlangen. Dieser Ungehorsam gegenüber dem mit Gott geschlossenen Bund brachte dem Volk Israel oft schwere Prüfungen ein, die es selbst verschuldete, denn ihr Reichtum, ihre Macht und ihr Stolz forderten die Nachbarstaaten geradezu heraus, gegen sie zu kriegen. In der Drangsal und Not schrie das Volk zu seinem Gott, doch die Reue währte nur so lange, bis es wieder Freiheit erlangte und zu Reichtum gekommen war.

Während der vielen Prüfungen lebte die Minderheit des geistigen Israel unbeachtet, doch voller Glauben und Hoffnung auf den Messias. Deshalb konnte Er in ihrer Mitte in Jesus Mensch werden, um nochmals Sein Volk auf seine geistige Mission unter den Völkern aufmerksam zu machen und dafür vorzubereiten. Das geistige Israel folgte Ihm nach und war glücklich, Sein Wort zu hören. Die Mehrheit, das materialistische Israel, nahm kaum Kenntnis vom Ihm, und die offizielle Kirche lehnte Ihn entschieden ab. Sie erwartete einen starken Mann, einen mächtigen Krieger, der die Herrschaft der Römer brechen sollte, um ein irdisches, glanzvolles und unbesiegbares Israel aufzurichten. Doch der Messias war demütig und bekundete: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Da war die Enttäuschung so groß, dass sie Ihn als Aufwiegler und Gotteslästerer verurteilten und Ihn kreuzigen ließen.

· Damit war ein Ereignis von ungeheurer Bedeutung eingetreten:

die sichtbare Trennung zwischen dem geistigen und materialistischen Israel.

Das Geistige Israel versammelte sich um die Apostel, und in der kleinen Schar reifte bald die Erkenntnis, die der Apostel Petrus in die Worte fasste: "Nun erfahre ich mit der Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht, sondern in allerlei Volk, wer Ihn fürchtet und recht tut, der ist Ihm angenehm." — Also nicht nur die Juden gehören zum Geistigen Israel, sondern aus allen Religionen und Nationen diejenigen, die den Worten Christi glauben und danach handeln; denn es ist eine geistige Gemeinschaft und deshalb nicht an Nationen gebunden.

Das materialistische Israel in seinem fanatischen Bestreben, die römische Herrschaft abzuschütteln, erlitt eine schwere kriegerische Niederlage, und nach der Zerstörung von Jerusalem im Jahre 70 n.Chr. hörte es auf, eine Nation zu sein, und die Juden wurden über die ganze Welt zerstreut. Ein schreckliches Gericht, das sich das materialistische Israel verursachte durch seinen Ungehorsam gegenüber den göttlichen Gesetzen und durch die Ablehnung des Messias. Unerbittlich erfüllte sich Jesu Prophezeiung beim Anblick des prächtigen Tempels in Jerusalem: "Wahrlich, Ich sage euch, es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde." Und weiter: "Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe Ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden." — Im Laufe der folgenden Jahrhunderte war das Volk der Juden überall eine nicht gerne gesehene Minderheit, die Unterdrückung, Demütigung und Nöte erleiden musste.

Doch nun, beinahe 2000 Jahre nach jenen schrecklichen Ereignissen und der daraus hervorgegangenen sichtbaren Trennung zwischen dem geistigen und dem materialistischen Israel, vollzieht sich wieder ein Wandel von ungeahnter Bedeutung. Das Geistige Israel, das als kaum beachtete Minderheit unter den Völkern der Erde ein schwaches, wenig einflussreiches Häuflein war, wird wachgerüttelt und gesammelt. Christus in Seiner geistigen Wiederkunft spricht zum "Israel nach dem Geiste". Er vereinigt nun alle "zerstreuten Stämme Israels", um seinen Geist zuzurüsten und es in den Kampf zu senden, bis es die Rettung und Vergeistigung des Menschengeschlechts erreicht hat. Die Unterweisungen hierzu sind die neuen Offenbarungen Christi, die in den 12 Bänden "Buch des Wahren Lebens" gesammelt sind.

Auf der anderen Seite haben wir das materialistische Israel. Lange und leidvoll ist seine Pilgerschaft gewesen, seit es aus seinem Schoße Jenen verstieß, Der ihm Sein Reich als ein neues Erbe anbot. Doch die Zeiten schwerster Unterdrückung sind vorbei; es ist reich geworden, und mit dem Geld übt es großen Einfluss aus. Es ist stark und stolz geworden, und der nationalistische Zweig hat sich wieder als Nation niedergelassen, die alten religiösen Überlieferungen sind erwacht. Es glaubt die Gesetze Jehovas und Moses'' zu erfüllen, aber in Wirklichkeit betet es noch immer das goldene Kalb an. Es ist weit davon entfernt, seine geistige Mission zu begreifen und auszuführen.

Dies darf nicht als einseitiger Vorwurf gegen die Juden oder die israelitische Nation gewertet werden; alle Nationen der Erde — vielleicht kleine Minderheiten ausgenommen — sind vermaterialisiert und "tanzen um das goldene Kalb."

Wenn in dieser Erläuterung das materialistische Israel besonders erwähnt wird, so deshalb, weil diese Abhandlung sich mit dem geistigen und materialistischen Israel befasst und feststellt, dass letzteres die ihm von Gott bestimmte Aufgabe, das Priestervolk unter den Völkern der Erde zu sein, nicht — noch nicht — erfüllt.

Unwillkürlich fragen wir uns: wie wird es weitergehen? — Wir dürfen nicht vergessen, dass Gott dem Volk Israel große Verheißungen gegeben hat, und Er wird diese niemals brechen. Doch dabei müssen wir uns ebenfalls bewusst sein, dass die Segensverheißungen, die Gott dem Jakob bezüglich seines Samens gab, den Geist betreffen, so wie schon der spätere Name Jakobs, nämlich Israel, ein geistiger Name ist. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass die Verheißungen sich auf die Materie, d. h. auf den Volksstamm oder auf den heutigen Staat Israel beziehen. Wenn dem so wäre, dann würden in ihm noch immer Propheten und Sendboten Gottes aufstehen.

Aber die Zeit wird kommen, in der das jetzt noch materialistische Israel sich mit dem Geistigen Israel vereinigen wird und beide wieder eine Einheit bilden arden, das eine Volk Israel. Doch wann wird dies geschehen? — Wenn das materialistische Israel dem Geld, der Macht und dem Stolz entsagt und die neuen Offenbarungen des Herrn anerkennt — was wahrscheinlich erst nach einer nochmaligen allerschwersten Heimsuchung möglich sein wird und mit Tränen des Schmerzes ausruft: Jesus war der Messias und Christus ist auch für uns "der Weg, die Wahrheit und das Leben."

7. Was wissen wir über "Die Seele" 

Studie über die Seele - aus geistiger Sicht*

*Grundlage dieser Studie sind das "Buch des Wahren Lebens" und andere Neu-Offenbarungen.

Der Begriff "Seele" ist den Menschen bekannt, doch sie haben unterschiedliche Meinungen darüber, was die Seele ist. Man weiß, dass sie ein Bestandteil des Menschen ist und fügt sie ein in den Dreiklang von Körper — Seele — Geist. Drei Bestandteile, die die Einheit "Mensch" bilden, wobei jeder Teil eine andere Aufgabe hat.

Der Körper ist der sichtbare, materielle Teil des Menschen; er dient als Schutzhülle für Seele und Geist und ist gleichzeitig deren Werkzeug, um sich der Außenwelt mitteilen zu können. Da der Körper sichtbar und betastbar ist, wurde er im Laufe der Zeit von den Wissenschaftlern untersucht und erforscht, sodass man weitgehendst von seinen Aufgaben und seinem wunderbaren Mechanismus Kenntnisse hat. Er funktioniert so perfekt und logisch, dass viele vergessen haben, dass dahinter eine höchst weise, geistige Kraft steht.

Über die beiden anderen Bestandteile des Menschen sind die Kenntnisse weniger gesichert und teilweise verschwommen. Da sie unsichtbar sind und nicht experimentell untersucht werden können, tut sich die Wissenschaft sehr schwer, Wesen und Aufgabe von Seele und Geist richtig zu erklären. Und doch ist es sehr wichtig, Klarheit darüber zu haben, denn wenn es gelingt, den Schleier des Unbekannten zu heben, erhalten wir auch eine genaue Erkenntnis über den Sinn und Zweck des menschlichen Erdenlebens. Allerdings ist unser Verstand allein dazu nicht fähig, denn Geistiges kann nur geistig erfasst und erklärt werden. Aber Gottes Geist offenbart diese Geheimnisse durch Menschen, die Er zubereitet hat, seine Inspirationen zu empfangen. Durch diese Werkzeuge hat Gott uns die Kenntnisse geoffenbart, die unser begrenzter Verstand zu fassen fähig ist.

Die materielle, sichtbare Weltenschöpfung besteht seit unfassbaren Zeiten; vor ihr gab es jedoch schon eine geistige Schöpfung. Ihr Urheber ist Gott, der Urgeist von Ewigkeit her. Im Mittelpunkt seines Wesens brannte das Feuer der vollkommenen Liebe, die seine Haupteigenschaft ist. Doch was nützt die höchste Liebe, wenn dieselbe nicht weitergegeben und damit bewiesen werden kann? — Also schuf sich Gott in einem Geistwesen ein Gefäß, in das Er seine Liebe, seine Weisheit, sein Licht und auch seine Schöpferkraft hineinlegen konnte. Es war ein Wesen, aus Gottes Liebesherzen hervorgegangen, ein Ebenbild Gottes, denn es trug die gleichen göttlichen Eigenschaften in sich. Da es ein reiner Spiegel des göttlichen Lichtes war, war ihm sinngemäß die Bezeichnung "Luzifer" oder "Lichtträger" zu eigen. Dank der göttlichen Vollmacht konnte dies erstgeschaffene Wesen schöpferisch tätig sein, und bald gingen aus ihm andere, gleiche Wesen hervor, doch von geringerer Kraft. Auch sie waren Kinder der Liebe Gottes, in strahlendem Licht, in größter Reinheit. So erlebte Gott die unaussprechliche Freude, seine Liebe in den unzähligen Geistwesen widergespiegelt zu sehen.

Der erstgeschaffene Geist war überglücklich, aber als ein von Gott erschaffenes Wesen war er an den Schöpferwillen gebunden. Gott aber wollte, dass er sich frei entfalten konnte, weil dies erst das Merkmal eines göttlichen Wesens ist. Die Liebe Luzifers zu seinem Schöpfer sollte so übermächtig sein, dass sie allein ausschlaggebend war für die freiwillige Unterordnung seines Willens unter den göttlichen. Diesen Liebesbeweis wollte Gott von seinem Erstgeschaffenen erhalten, und dazu gab Er ihm die völlige Willensfreiheit. Auch die unzähligen Geistwesen besaßen die freie Willensentscheidung, waren also nicht dem Muss-Gesetz der Kreatur unterworfen, sondern als Kinder Gottes frei entscheidende Wesen. Gott lehrte sie durch das Gewissen, das als Stimme und Äußerung seines Willens in ihrem Geiste vernehmbar war. Der Stimme des Gewissens sollten sie folgen, nicht im Zwang, sondern in freier Willensentscheidung, als Erwiderung der großen Liebe, die Gott ihnen entgegenbrachte.

Kennzeichnend für die Willensfreiheit ist, dass sie in sich den verborgenen Anreiz trägt, das Gegenteil von dem zu tun, was das Gewissen rät. Es waren somit in den Geistwesen stetige Gegensätze vorhanden, die sie veranlassten, sich im freien Kampf dauernd zu entscheiden: die göttlichen Tugenden zu verwirklichen oder deren Gegenteil zu tun. Während langer Zeiträume siegte die göttliche Stimme des Gewissens und alles war in der rechten Ordnung. Doch es kam ein Zeitpunkt, an dem Luzifer nicht mehr der geistigen Führung seines Schöpfers gehorchen wollte. Die Herrlichkeit des erstgeschaffenen Wesens war so groß, dass es sich von ihr blenden ließ. Luzifer sah die ungezählten Wesen, die sein Wille in Erscheinung hatte treten lassen, und er fühlte sich selbst als deren Erzeuger, wenngleich er wusste, dass er die Kraft dazu von Gott erhalten hatte. Die geschaffenen Geister konnte er schauen, die Quelle der Kraft jedoch nicht, da Gott sich nur bei seltenen Gelegenheiten sichtbare Gestalt gibt, um seiner Kinder willen. In seiner Verblendung glaubte Luzifer schließlich, die Kraftquelle sei in ihm selbst, und er erhob sich zum alleinigen Herrscher über "seine" Geistwesen, die er zu überzeugen wusste, dass nicht Gott, sondern er, Luzifer, ihr Schöpfer ist, und sie sich seinem Willen unterzuordnen haben.

Luzifer hatte sich gegen seinen Schöpfer entschieden. Nun mussten sich auch die unzähligen Geistwesen entscheiden, der freie Wille konnte wählen. — Gottes Lichtstrahl erleuchtete sie, und sie fühlten ihren göttlichen Vater, obwohl sie ihn nicht schauen konnten. Sie empfanden seine Liebe und hörten seine Stimme in ihrem Gewissen. — Auf der andern Seite war Luzifer, bei dem sie sehr wohl eine Willenswandlung bemerkten. Doch da sie ihn sehen konnten und ihm als ihrem direkten Erzeuger in Liebe zugetan waren, schenkten sehr viele seiner Aufforderung Gehör, unterstellten sich seinem Willen und strebten damit von Gott weg. Bei diesen abtrünnigen Geistern vollzog sich nun eine folgenschwere Veränderung.

Die Liebe, Haupteigenschaft des Göttlichen Geistfunkens, musste sich zusammen mit diesem von den Geistwesen trennen, nachdem diese sich gegen ihren Schöpfer entschieden hatten. Dadurch entäußerten sie sich selbst der göttlichen Lebenskraft, und die ohne den Geist verbliebenen Gefäße und Ausführungsorgane (Seelen) verhärteten sich zu einer Seelensubstanz. In seiner Allwissenheit wusste der Schöpfer, dass ein großer Teil seiner Kinder die große Liebe-Prüfung nicht bestehen würde, und Er hatte seinen Plan bereit: Nicht die Vernichtung der Abtrünnigen, sondern ihre Rückführung. Da die Geistwesen durch die verkehrte Ausübung ihres freien Willens sich von Gott abgewandt hatten, wollte Er sie mit großer Geduld — auf einem unendlich langen und beschwerlichen Weg, fern seinem Vaterhaus — so zubereiten und erziehen, dass sie wieder den Weg zu seinem Vaterherzen finden würden. Gott erfasste die Seelensubstanz Luzifers sowie die der zahllosen ihm ergebenen Wesen, löste sie in kleinste Partikelchen auf und formte sie um zur sichtbaren, materiellen Schöpfung. — Für den Verstand ist dies unbegreiflich; nur wer schon geistiges Wissen besitzt, kann es ahnend erfassen. Dem Wissenschaftler ist es ein Ärgernis, die These anzuerkennen, dass das Stoffliche, die Materie, gerichtete, verhärtete Seelensubstanz ist. Aber vor diesem Hintergrund sind uns die Worte im Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 8, Vers 19, verständlich, dass nämlich die ganze Kreatur seufzt und mit uns ihrer Erlösung harrt. In dem für unsere Begriffe unendlich langen Entwicklungsprozess muss die Seelensubstanz sich fortwährend verändern, verwandeln, zu immer neuen und höheren Lebensformen. Dadurch ist auch verständlich, warum die Materie vergänglich ist, d. h. warum sie sich ständig im Vorgang des "Stirb und Werde" befindet. Mit andern Worten gesagt: Die Materie hat keinen Ewigkeitsbestand, da sie nur die Hülle von feinstofflichen Seelensubstanzen ist, die sich höherentwickeln müssen und daher nicht ewig in der gleichen Hülle bleiben können. Die Materie selbst besteht zwar aus derselben Seelensubstanz, aber sie steht noch am Anfang ihrer Entwicklung und muss daher als niedrigere Lebensform den schon höher entwickelten Lebensformen in der Schöpfung dienen. Während diese für uns normalerweise unsichtbar sind, ist die Materie für uns sinnlich wahrnehmbar, da auch unser Körper aus Materieteilchen besteht, also aus verdichteten Seelenpartikelchen derselben niederen Schwingung.

Die in der materiellen Schöpfung gebundenen Seelenpartikel müssen sich im Verlauf des Entwicklungsprozesses gleich einer Kristallbildung zusammenschließen. Die Aufwärtsentwicklung beginnt im Mineralreich und setzt sich fort über das Pflanzen- und Tierreich. Dies ist so zu verstehen, dass z. B. im Tierreich die Seeleneinheiten großer Mengen von Kleinsttierchen nach einer längeren Entwicklungsperiode beim Absterben ihrer Hüllen zu einer größeren Einheit zusammengefasst werden, um eine schon höher entwickelte Seelensubstanz zu ergeben, die sich in einem größeren Tier weiterentwickelt. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals, bis schließlich in klugen Tieren die Seele ihre höchstmögliche Ausreifung auf dieser Entwicklungsstufe erreicht hat. Mehrere solcher Seelen werden dann gemäß dem göttlichen Erlösungsplan, der keinen Stillstand in der Aufwärtsentwicklung duldet, zu einer neuen Einheit zusammengefasst und ergeben eine menschliche Seele. Die Seelenentwicklung über die Schöpfungsbereiche des Mineral, Pflanzen- und Tierreichs dauert Jahrmilliarden, und sie wird von Gottes Geist geleitet durch sein unzählbares Heer von Lichtgeistern, die seinen Willen naturgesetzlich übermitteln und durchführen.

Die ausgebildete Seele steht nun für ihre Erst-Inkarnation auf Erden bereit. Sie hat auf ihrem Gang durch die verschiedenen Naturreiche Kräfte und Fähigkeiten erworben und harrt auf die letzte Stufe ihrer Entwicklung: die Inkarnation im Menschen. Sie nähert sich den Liebenden auf Erden, und bei der Zeugung wird sie in den Leib der künftigen Mutter gelegt. Aber noch fehlt das Wesentliche, damit die Seele ihre höchste Vervollkommnung erlangen kann. Kurz vor der Geburt des neuen Erdenbürgers lenkt Gott einen zur Erst-Inkarnation bereiten Geist in die Seele. Dadurch ist das Geistwesen wieder vollständig: Die beiden Teile dieser Einheit streben nun gemeinsam die End-Entwicklung zur Vollkommenheit an, was auch noch eine lange Zeit beansprucht und über viele Reinkarnationen geht, also über mehrfache Leben auf Erden in verschiedenen Zeitepochen.

Im Falle einer Reinkarnation steht die Geist-Seele-Einheit zur Inbesitznahme eines neuen Erdenkörpers bereit, jedoch auch dann dringt die Seele bei der Zeugung zunächst allein in den Leib der Mutter ein und nimmt die Verbindung mit dem werdenden Lebenskeim auf. Der Geist gelangt erst später in seine Seelenhülle, in einigen Fällen früher, in anderen später, jedoch nicht später als drei Tage vor der Geburt. — Da die Seele aus zahllosen winzigsten Partikelchen besteht, die nicht absolut unlösbar miteinander verbunden sind, nimmt sie beim Zeugungsvorgang auch Seelenteilchen der Eltern in sich auf, womit — neben der Anziehungskraft verwandter Seelen — die Vererbung mancher elterlicher Anlagen erklärt werden kann.

Nachdem im Vorstehenden die Herkunft und die Entwicklung der Seele erläutert wurde, soll nun ihr Wesen und einige ihrer Aufgaben im menschlichen Leben beleuchtet werden. Als erstes soll nochmals klar herausgestellt werden, dass die Seele nichts Irdisch-Materielles ist, sondern eine unsichtbare, ätherisch-geistige Kraft. Sie ist einstmals aus Gottes Geist als ein selbstständiges Wesen hervorgegangen und hat nach einem Ewigkeiten währenden Sühnegang durch die göttlichen Schöpfungen wieder zu ihrer ursprünglich bestimmten Aufgabe zurückgefunden. — Räumlich gesehen erstreckt sich die Seele im Menschen über den gesamten menschlichen Körper; gleich dem Nervensystem verteilt sie sich über alle Organe und Teile des Leibes. Sie belebt den Körper, der ohne sie leblos wäre, und bei ihrer Loslösung von ihm lässt sie diesen als leblose Hülle zurück. Praktisches Denken und Wollen, sinnenhaftes Fühlen und Empfinden, sowie Hören, Sehen, Schmecken und Riechen sind Funktionen der Seele. Sie ist die innere, treibende Kraft der körperlichen Hülle, und nur wer die Gabe des geistigen Gesichts hat, kann sie schauen und erkennen, dass sie völlig die Form der zugehörigen menschlichen Gestalt besitzt; daher wird sie auch als Astralleib bezeichnet.

Die Seele ist zusammen mit den körpereigenen Abwehrkräften verantwortlich für die Gesundheit des Körpers. Wenn sie ungestört und harmonisch schwingen kann, bildet sie einen Schutzwall gegen alle Arten von Krankheitserregern. Falls diese jedoch schon in den Körper des Menschen eingedrungen sind, nimmt die Seele im Zusammenspiel mit den körperlichen Abwehrfunktionen sofort den Kampf gegen sie auf, um sie unschädlich zu machen oder zu vertreiben. Es ist ein richtiger Kampf, durch den erhöhte Temperaturen hervorgerufen werden, die wir als Fieber kennen. — Auch bei der Ernährung des Körpers hat die Seele eine Aufgabe zu erfüllen. Die feineren Lebenskräfte der vom Körper aufgenommenen Nahrung werden von der Seele an alle Körperorgane weitergeleitet, damit jedes die ihm zuträglichen feinstofflich-seelischen Energien erhält. Doch wenn wir zu viel essen und trinken, fühlen wir unsere Seele dumpf und träge werden, weil sie zu sehr von körperlichen Belangen in Anspruch genommen ist und daher für einige Zeit ihre Beschwingtheit verloren hat.

Diese kleine Studie wäre unvollständig, wenn nicht auch das Verhältnis zwischen Seele und Geist erläutert werden würde und nicht gesagt würde, was der Geist ist und welche Aufgaben ihm zukommen. Zunächst, was er nicht ist: er darf nicht mit "Verstand" verwechselt werden. Der Geist im Menschen ist ein Funken des Göttlichen Geistes, der göttlichen Liebe, des göttlichen Lichtes. Er trägt in sich alle göttlichen Eigenschaften, daher nennt Gott uns seine Ebenbilder, und wir dürfen Ihn Vater nennen. Dennoch muss unser Geist laufend Kraft schöpfen aus der Quelle seines Ursprungs: durch Gebet und geistige Erhebung sowie durch Studium der göttlichen Offenbarungen. Nur so kann er aktiv und lebendig bleiben und dem Menschen die Liebe, Weisheit und Kraft vermitteln, um Gottes Gebote erfüllen zu können.

Der menschliche Geist — göttlicher Herkunft — wurde vom Schöpfer in Adam gelegt gemäß dem biblischen Bericht, wonach Gott seinen Hauch des Lebens in die Nase Adams blies. Seitdem wiederholt sich dieser unsichtbare Gnadenakt bei der Geburt eines jeden Menschen, wenn der Geist in die Seele eingebettet wird. Die Seele bildet gleichsam die Hülle für den Geist, so wie der Körper die Hülle für die Seele ist. Aufgabe des Geistes ist es nun, die Seele zu erleuchten, sie mit den göttlichen Tugenden zu durchdringen. Bei diesen Bemühungen darf jedoch der Geist die Seele nicht zwingen; diese muss sich in freier Entscheidung der Führung des Geistes unterordnen.

Die im Menschen inkarnierte Seele ist zunächst völlig dem Körper zugewandt und ist bereit, alle seine Wünsche zu erfüllen. Und im gleichen Maße, wie sich der Körper entwickelt, werden auch die irdisch-sinnlichen Eigenschaften der Seele stärker, die sie von ihrem langen Entwicklungsweg her noch in sich trägt. Hier beginnt nun die Aufgabe des Geistes. Mit Liebe und Geduld muß er die Seele durch das Gewissen belehren, dass sie die niederen und bösen Neigungen ablegen und das irdische Verlangen des Körpers — falls unerlaubt — überwinden muss. Findet der Geist Gehör bei der Seele, dann hat er einen großen Erfolg erreicht, auch wenn es immer wieder Rückfälle gibt, bei denen die Seele die irdischen Wünsche des Körpers erfüllt. Wenn die Seele fortfährt, sich für die Ermahnungen des Geistes offen zu halten, können die geistigen Tugenden immer mehr in sie eindringen, und gleichzeitig wird sie zunehmend immun gegen die verkehrten Wünsche des Körpers. Die Folgen dieser Wandlung werden dann sichtbar an den Ausstrahlungen des Menschen: Es ist ein Mensch mit guten Gedanken und reinen Gefühlen; er zeigt Demut, Geduld und Güte sowie Nächstenliebe. Wenn die Stunde des Todes kommt, verlassen Geist und Seele in voller Harmonie und großer Freude den irdischen Körper, denn sie wissen, dass sie im Jenseits Seligkeit und Frieden erwartet. Als Einheit gehen sie den vorgezeichneten Weg im Geistigen Reiche weiter, bis sie die höchste Vollkommenheit erlangt haben. Damit ist der Heilsplan Gottes zu Ende geführt und die Rückkehr des "Verlorenen Sohnes" erreicht.

Aber der Ablauf eines Menschenlebens kann auch ganz anders vonstatten gehen. Wenn die Seele sich den Belehrungen und dem Drängen des Geistes widersetzt, öffnet sie sich mehr und mehr den Forderungen des Leibes und den niederen Eigenschaften in sich. Der Geist kämpft einen verzweifelten Kampf und erbittet hierzu Kraft und Weisheit von seinem Himmlischen Vater. Lehnt die Seele in ihrer freien Willensentscheidung hartnäckig alle Einflüsse und Ermahnungen des Geistes ab, so wird sie zum Sklaven der sinnlichen Leidenschaften, der materiellen Wünsche und aller selbstsüchtigen Impulse. Sie sinkt so tief, dass der Gottesfunken in ihr zur Untätigkeit gezwungen ist; er wird zum Gefangenen in der seelischen Hülle, der Mensch ist dann "geistig tot." — In diesem Stadium wird klar ersichtlich, dass Geist und Seele zwei verschiedene Kräfte sind. Während der Geist zur Untätigkeit verurteilt ist und sich nicht mehr durch das Gewissen fühlbar macht, lebt die Seele sehr intensiv im "gewissenlosen" Menschen (andernfalls wäre der Körper leblos), und ihre bösen Untugenden werden dann über die Gedanken und Worte, über Gefühle und Handlungen in der Außensphäre des Menschen erkennbar. Gott gibt sein Kind in diesem verlorenen Zustand nicht auf.

Wenn die Seele die Stimme des Gewissens nicht hören will, spricht Gott zu ihr durch Krankheiten in ihrem materiellen Körper und durch mancherlei Nöte. In vielen Fällen beginnt dann die Seele nachzudenken und ist bereit, die Mahnungen des Geistes zur Umkehr zu beachten. Auf diese Weise vollzieht sich ein Wandel, und die Seele unterstellt sich freiwillig der Führung des Geistes. Er zieht sie an sich, durchdringt sie mit den geistigen Tugenden, und so gehen sie gemeinsam den beschwerlichen Weg der Höherentwicklung, bis sie Gott aus dem irdischen Leben abruft.

Leider gibt es unzählige Fälle, in denen die Seele trotz der guten Ermahnungen des Geistes durch das Gewissen und trotz der Prüfungen in ihrem bösen Treiben verharrt. Wenn eine solche Seele vom Tod überrascht wird, gibt es für sie im Jenseits ein böses Erwachen. Dort kann sie der Stimme des Gewissens nicht mehr entfliehen, die sie unerbittlich anklagt: ob der Missachtung der Göttlichen Gebote, der bösen Taten und der niederen Leidenschaften. Diese Selbstanklagen bereiten größte Seelenschmerzen und dienen der Läuterung. Wenn eine Seele ihre Verfehlungen einsieht und bereut, kann ihr wiedererwachter Geist sie lenken, damit sie Schritt für Schritt ihre bösen Neigungen abstreift und die göttlichen Tugenden in sich aufnimmt. In den Fällen, in denen eine Seele verstockt in ihrer Bosheit verbleibt, bereitet sie sich selbst ein unglückliches Dasein. Da sie keinen irdischen Körper mehr besitzt und andererseits auch nicht in die geistige Sphäre eingehen kann, irrt sie ziellos über die Erde in der Nähe der Menschen. Sie wird dann von denen angezogen, deren schlechte Gedanken, böse Taten und niedere Leidenschaften mit ihrem eigenen Wesen übereinstimmen. Sie nimmt bei ihnen "Wohnung", beeinflusst sie zum Bösen, und dieser Zustand kann bis zur Besessenheit führen, wodurch es mit solchen Menschen immer schlimmer wird. Die erdgebundenen Seelen unterstützen Gewalttaten, verwirren den Verstand und verursachen Krankheiten; sie sind eine ständige Gefahr für alle Menschen. Aber es gibt einen Schutz: Die Menschen, die ihr Leben nach Gottes Willen ausrichten und gute Gedanken und Empfindungen aussenden, sind durch diese wie mit einer Schutzhülle umgeben, an der die übelwollenden Angriffe niederer Seelen abprallen, da deren Einflüsterungen in diesen Menschen keine Resonanz finden und sogleich verworfen werden; darüber hinaus können und sollen die Menschen guten Willens durch ihr Gebet und die Aussendung lichtvoller Gedanken den umnachteten Seelen helfen.

Gott verhindert das böse Treiben der finsteren Seelen nicht, da Er ihren freien Willen achten muss. Aber es kommt einmal der Tag — meist nach sehr langer Zeit — an dem die Seele ihres elenden Daseins müde wird und mit Ekel auf die Schandtaten zurückblickt, die sie verursacht hat. Wenn sie ehrlich bereut und um Vergebung und Hilfe bittet, kann ihr Geist im gleichen Augenblick helfend eingreifen und sie behutsam führen. Lichtgeister und Engel Gottes stehen dann ebenfalls zu ihrer Hilfe und Belehrung bereit. Nun kann in der geistigen Sphäre Stufe um Stufe der Aufstieg beginnen. Der Geist — als göttlicher Funke in uns — steht im Gegensatz zum Körper, während die Seele zwischen beiden steht. Sie muß sich für den Geist oder für den Körper entscheiden, denn sie kann nicht gleichzeitig zwei Herren dienen. Entscheidet sie sich für den Geist, dann ist sie bereit, das Göttliche in sich aufzunehmen und sich der Führung des Geistes zu unterstellen. Gilt ihre Wahl dem Körper, dann unterwirft sie sich den Wünschen des "Fleisches", und die in ihr vorhandenen Neigungen können sich nachteilig voll auswirken. In den Neuoffenbarungen spricht der Göttliche Meister sehr oft von dem Kampf der Seele gegen die Einflüsse des Körpers. Gemäß den vorausgehenden Erläuterungen ist dies so zu verstehen, dass es ein Kampf des Geistes mit der Seele ist, wenn dieselbe sich ganz "verfleischlicht" hat, d.h. ganz den Einflüssen des Körpers und allem Materiellen hörig geworden ist. Denn der Körper kann nicht direkt vom Geist geführt werden, sondern nur über die Seele. In feiner Empfindsamkeit fühlte der große Dichter Goethe die beiden gegensätzlichen Kräfte, und in seinem "Faust" legt er einer Person die Worte in den Mund:

"Zwei Seelen wohnen "ach"! in meiner Brust,

Die eine will sich von der andern trennen;

Die eine hält in derber Liebeslust

Sich an die Welt mit klammernden Organen;

Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust

Zu den Gefilden hoher Ahnen."

Er spricht von "zwei Seelen" in seiner Brust: Die eine Kraft, die Körperseele, hörig der Liebeslust und dem irdischen Denken und Wollen. Die andere Kraft, die Geistseele, will sich aus der Umklammerung der Sinne und des Materialismus befreien und sich zu den hohen Gefilden erheben, zum Göttlichen Geist, von dem sie ausgegangen ist. Es ist — mit einfachen Worten ausgedrückt — der Kampf zwischen Geist und Seele, wenn letztere die niederen Begierden der Körper-Natur noch nicht überwunden hat.